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Biel und das Wasser

Ohne Wasser kein Leben. Deshalb rollen wir die Geschichte Biels und der Umgebung aus dem Blickwinkel dieses Elements auf. Und wir stellen die Frage, wie das Wasser die Bewohnerinnen und Bewohner prägt.

Haben wir heute Durst oder wollen wir uns waschen, drehen wir den Wasserhahn auf. Ein ausgeklügelter Hochwasserschutz sorgt meistens für trockene Keller und Füsse. Und am Ufer des Bielersees wähnen wir uns im Sommer am Meer oder lassen auf der Schüssinsel die Seele baumeln.

Möglich ist dies dank steter Veränderungen: Über Jahrhunderte versorgt die Römerquelle die Stadt mit Wasser, bis es grössere Versorgungsnetze braucht. Für die Entwicklung der Industriestadt Biel wird die Schüss gezähmt und ihre Wasserkraft genutzt. Die Juragewässerkorrektionen schützen vor Überschwemmungen und lassen neue Kulturlandschaften entstehen.

Die trockengelegten Brachen ermöglichen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert das Wachstum Biels jenseits der Stadtmauern. Seither überlegt sich jede Generation aufs Neue, wie das Land zwischen Altstadt und See für Industrie, Freizeit, Wohnungsbau oder Verkehr verwendet werden könnte.

Die Themeninsel «Biel und das Wasser» in der Übersicht

Die Karte zeigt alle in der Ausstellung besprochenen Orte.
Für mehr Informationen klicken Sie auf einen Ort.

Neuenburgstrasse 156, 2505 Biel

Seit 1895 wird hier auf Französisch gerudert.

Alfred-Aebi-Strasse 70, 2503 Biel

Bis in die 2000er-Jahre Produktionsstätte für Fahrräder, heute vor allem für Spitalmöbel sowie Ort für Kleingewerbe und Kreativwirtschaft.

Solothurnstrasse 1, 2504 Biel

Die Produktion von Draht wird 1990 eingestellt. Heute Wohn- und Wirtschaftsgebäude.

Gerbergasse 1, 2502 Biel

Der Name ist geblieben – das Metier hat anderem Platz gemacht.

Juravorstadt 33, 2502 Biel

Gräber aus dem 2. Jahrhundert zeigen, dass schon zur Römerzeit Menschen in der heutigen Altstadt leben.

Kanalgasse 23, 2502 Biel

Das 1907 erbaute, neoklassizistische Gebäude dient über Jahrezehnte als öffentliche Badeanstalt.

Nicolas-G.-Hayek-Strasse 1, 2502 Biel

Omega – heute gehört sie zur Swatch Group – lässt hier ab 1848 Uhren ticken.

Seevorstadt 52, 2502 Biel

Herstellungsort schön bedruckter Baumwollstoffe bis 1842, dann ein Wohnhaus und seit 1982 ein Museum.

Quellgasse, 2502 Biel

Bis 1993 trinken die Bielerinnen und Bieler mitunter Quellwasser.

Jean-Jaques-Rousseau-Platz

Einst weist hier die Eherne Hand auf die Grenze zwischen Nidau und Biel hin.

Badhausstrasse, 2503 Biel

In der ersten öffentlichen Badeanstalt im Bieler Seebecken baden Frauen und Männer in räumlich getrennten Abschnitten.

Zentralstrasse 76, 2503 Biel

Die Seifenproduktion weicht 1991 nach 123 Jahren Wohn- und Büroräumen.

Jakob-Stämpfli Strasse 118, 2502 Biel

Seit die Energie der Schüss nicht mehr für Industriezwecke bebraucht wird, können sich hier Natur und Bevölkerung erholen.

Neuenburgstrasse 162c, 2505 Biel

Im Seeclub Biel wird seit 1886 auf Deutsch gerudert.

Untergasse 12, 2502 Biel

Hier ärgert sich Jean-Jacques Rousseau Ende Oktober 1765, nach seinem Aufenthalt auf der Petersinel, über üble Gerüche.

Wasserstrasse / Blumenstrasse, 2502 Biel

Unweit der Schüss wird hier schon zur Römerzeit gewohnt und gearbeitet.

Burggasse, 2502 Biel

Hier isst man gut – heute im Restaurant, im Mittelalter in der Badstube.

Dr.-Schneider-Strasse, 2560 Nidau

Auf dem ehemaligen Industriegelände findet 2002 die Schweizer Landesausstellung Expo.02 statt.

Erlenweg 40, 2560 Nidau

Architekturikone des Modernen Bauens über Pfahlbauten der Bronzezeit: Hier wird seit 1932 gebadet und gesonnt.

Dr.-Schneider-Strasse, 2560 Nidau

Unter dem ehemaligen Expogelände ruhen die Reste zahlreicher Pfahlbadörfer der Jungsteinzeit und Bronzezeit.

Ziehlkanal, 2562 Port

Beim Bau des Kanals im Zuge der ersten Juragewässerkorrektur werden bedeutende Gewässerfunde geborgen.

Engelberg, 2513 Twann-Tüscherz

Hochwasser 2021; in einem Unwetter 1880 kentert hier die «Neptun».

Römergässli, 2502 Biel

Zwei römische Baufragmente machen noch keine Siedlung.

2563 Ipsach

Das Seewasserpumpwerk liefert das Trinkwasser für Biel und Nidau.

2576 Lüscherz

Pfeil- und Bogenfragmente zeugen vom jungsteinzeitlichen Leben am Bielersee.

Hugenottenweg, 3250 Lyss

Zwei mit Flüchtlingen besetzte Schiffe kentern 1687. 111 Hugenotten ertrinken.

2572 Mörigen

Funde von Angelhaken beweisen, der Bielersee ist damals wie heute bei Fischern beliebt.

Port Bellevue, 2562 Port

Nichts weist mehr darauf hin: Zwischen 2014 und 2017 legt der Archäologische Dienst des Kantons Bern eine Wellness-Anlage der alten Römer frei.

2513 Twann

Wo heute Autos brausen, zeugen Funde von Holzartefakten vom jungsteinzeitlichen Leben.

2576 Vinelz

Möglicherweise haben schon vor 4700 Jahren Kinder an dieser Stelle ihren Spiel-Einbaum zu Wasser gelassen.

Zentralstrasse 60, 2501 Biel

Das seit 1942 geplante Hallenbad eröffnet 1966 und bietet der Bevölkerung einen Ort für Sport und Körperhygiene.

Petinesca, 2557 Studen

Ein grosser Tempelbezirk thront über der römischen Siedlung «Petinesca».

von Rütte-Gut, Seestrasse 6, 2572 Sutz

Noch immer kommt hier Erstaunliches aus der Zeit der Pfahlbauer zutage.

2564 Bellmund

Die Fortschrittlichkeit des römischen Wassernetzes zeigt sich auch an einem Fund aus Bellmund.

Impressum

Leitung und KonzeptBernadette Walter
Konzept und Kurator:innenBernadette Walter / Florian Eitel / Ludivine Marquis / Jonas Kissling
Wissenschaftliche MitarbeitCaroline Baier / Patrick Weyeneth / Anne-Valérie Zuber
SzenografieCombosition: Thierry Kleiner
FachberatungArchäologische Dienst des Kantons Bern: Adriano Boschetti / Martin Bader / Armand Baeriswyl / Sébastien Denervaud / Christophe Gerber / Fanny Puthod / Regine Stapfer
Stadtarchiv Biel: Eva Ott
Gerberei Steffisburg: Jürg Zeller
Jörg Fritschi
Simon Kissling
MemReg Regionales Gedächtnis: Peter Fasnacht / Christoph Lörtscher
Ruedi auf der Maur
Saforï: David Glauser
Helena Wehren
Margrit Wick-Werder
Gestaltung und MedientechnikGFF Integrative Kommunikation: Noëmi Sandmeier / Patrick Christe / Adrian Suter
Textredaktiontextatelier.ch
Übersetzungentextatelier.ch / Michèle Batur / Karoline Mazurié de Keroualin
SchreinerarbeitenBruno Schwarzwälder
SoundinstallationMagdesign Biel: Marc-André Gasser / Laurent Güdel
AudiostationenAudioflair: Mirio Bähler / Thierry Lüthy
Film- und 3D-Animationartmax: Max Stöckli
Sifon Graphisme: Simon Moser
UntertitelC-Side Productions SA: Sandrane Ducimetière
Konservierung/Restaurierung, ObjekthandlingHeloisa Muñoz / Lea Furrer / Barbara Chevalier
Archäologische Dienst des Kantons Bern: Sabine Brechbühl / Anja Gerth / Friederike Moll-Dau / Frédérique Tissier
Konservierung/Restaurierung, BeratungArchäologische Dienst des Kantons Bern: Carole Schneider / Uli Winkelmann
AufbauAndreas Bachmann / Daniel Breu / Marco Giacomoni / Thierry Kleiner / Herbert Kündig / Patrick Weyeneth
FotografiePatrick Weyeneth
Leihgeber:innenArchäologischer Dienst des Kantons Bern
Stadtarchiv Biel
Kunstsammlung der Stadt Biel
Historische Sammlung Stadt Biel
Bernisches Historisches Museum
Château et Musée de Valangin
Musée d’art et d’histoire de La Neuveville (MAHLN)
Hans Stöckli
Studio 1: Stöff Gerber
Flavia Travaglini
Mit der Unterstützung vonStiftung Vinetum
Ernst Göhner Stiftung
Stiftung für Kunst, Kultur, Geschichte, Winterthur
NMB Verein der Freunde des Museums

Bienne et l’eau

Pas d’eau, pas de vie – c’est pourquoi nous avons choisi de dérouler l’histoire de Bienne et de sa région au fil de l’eau. En posant la question suivante: comment cet élément a-t-il marqué la vie des habitantes et des habitants?

Si aujourd’hui nous avons soif ou souhaitons nous laver, il nous suffit de tourner un robinet. Les pieds et les caves restent généralement au sec grâce à une protection efficace contre les inondations. L’été, les rives du lac de Bienne prennent des allures de bord de mer et l’Île-de-la-Suze invite l’âme à vagabonder.

Tout cela a été rendu possible par de constants changements: pendant des siècles, c’est la source des Romains qui approvisionnait la ville en eau, avant la création de réseaux d’alimentation plus importants. La Suze fut domptée et son énergie hydraulique exploitée pour permettre l’essor de la ville industrielle. Les corrections des eaux du Jura ont protégé Bienne des inondations et donné naissance à de nouveaux paysages culturels.

L’assèchement de zones en friche vers la fin du 19e siècle a permis un développement hors des murs de la ville. Depuis, chaque génération imagine de nouvelles manières de tirer le meilleur parti des terres situées entre la vieille ville et le lac que ce soit pour l’industrie, les loisirs, le logement ou les transports.

Impressum

Direction et conceptBernadette Walter
Concept et curateur·ice·sBernadette Walter / Florian Eitel / Ludivine Marquis / Jonas Kissling
Collaboration scientifiqueCaroline Baier / Patrick Weyeneth / Anne-Valérie Zuber
ScénographieCombosition: Thierry Kleiner
Conseil spécialiséArchäologische Dienst des Kantons Bern: Adriano Boschetti / Martin Bader / Armand Baeriswyl / Sébastien Denervaud / Christophe Gerber / Fanny Puthod / Regine Stapfer
Stadtarchiv Biel: Eva Ott
Gerberei Steffisburg: Jürg Zeller
Jörg Fritschi
Simon Kissling
MemReg Regionales Gedächtnis: Peter Fasnacht / Christoph Lörtscher
Ruedi auf der Maur
Saforï: David Glauser
Helena Wehren
Margrit Wick-Werder
Graphisme et technique publicitaireGFF Integrative Kommunikation: Noëmi Sandmeier / Patrick Christe / Adrian Suter
Rédaction des textestextatelier.ch
Traductionstextatelier.ch / Michèle Batur / Karoline Mazurié de Keroualin
MenuiserieBruno Schwarzwälder
Installation sonoreMagdesign Biel: Marc-André Gasser / Laurent Güdel
Stations audioAudioflair: Mirio Bähler / Thierry Lüthy
Animation de films et 3Dartmax: Max Stöckli
Sifon Graphisme: Simon Moser
Sous-titreC-Side Productions SA: Sandrane Ducimetière
Conservation/restauration, manipulation d’objetsHeloisa Muñoz / Lea Furrer / Barbara Chevalier
Archäologische Dienst des Kantons Bern: Sabine Brechbühl / Anja Gerth / Friederike Moll-Dau / Frédérique Tissier
Conservation/restauration, conseilArchäologische Dienst des Kantons Bern: Carole Schneider / Uli Winkelmann
MontageAndreas Bachmann / Daniel Breu / Marco Giacomoni / Thierry Kleiner / Herbert Kündig / Patrick Weyeneth
PhotographiePatrick Weyeneth
PrêteursArchäologischer Dienst des Kantons Bern
Stadtarchiv Biel
Kunstsammlung der Stadt Biel
Historische Sammlung Stadt Biel
Bernisches Historisches Museum
Château et Musée de Valangin
Musée d’art et d’histoire de La Neuveville (MAHLN)
Hans Stöckli
Studio 1: Stöff Gerber
Flavia Travaglini
Avec le soutien deStiftung Vinetum
Ernst Göhner Stiftung
Stiftung für Kunst, Kultur, Geschichte, Winterthur
NMB Verein der Freunde des Museums

L’îlot thématique «Bienne et l’eau» en un coup d’œil

La carte montre tous les lieux abordés dans l’exposition.
Pour plus d’informations, cliquez sur un lieu.

Route de Neuchâtel 156, 2505 Bienne

On y pratique l’aviron en français depuis 1895.

Rue Alfred-Aebi 70, 2503 Bienne

Site de production de vélos jusque dans les années 2000, aujourd’hui fabrication de meubles d’hôpitaux et lieu pour de petites entreprises et des industries créatives.

Route de Soleure 1, 2504 Bienne

La production de fil métallique est arrêtée en 1990. Aujourd’hui, logements et bâtiments industriels.

Rue des Tanneurs 1, 2502 Bienne

Le nom est resté – le métier n’y est plus exercé.

Faubourg du Jura 33, 2502 Bienne

Des tombes datant du 2e siècle démontrent que des personnes vivaient déjà à l’époque romaine dans le secteur de l’actuelle vieille ville.

Rue du Canal 23, 2502 Biel

Construit en 1907, ce bâtiment néoclassique abrite des bains publics pendant des décennies.

Rue Nicolas-G.-Hayek 1, 2502 Bienne

Omega – qui appartient aujourd’hui au Swatch Group – y fabrique des montres depuis 1848.

Faubourg du Lac 52, 2502 Bienne

Jusqu’en 1842 lieu de fabrication de belles étoffes de coton imprimées, puis maison d’habitation et enfin musée depuis 1982.

Rue de la Source, 2502 Bienne

Jusqu’en 1993, les Biennoises et Biennois boivent de temps à autre de l’eau de source.

Place Jean-Jaques-Rousseau

Autrefois, la main d’airain indiquait ici la frontière entre Nidau et Bienne.

Rue des bains, 2503 Bienne

Dans le premier établissement de bains publics du lac de Bienne, les femmes et les hommes se baignent dans des sections séparées.

Rue Centrale 76, 2503 Bienne

Après 123 ans d’activité, la production de savon cède la place à des bureaux et à des logements en 1991.

Rue Jakob-Stämpfli 118, 2502 Bienne

Depuis que l’énergie hydraulique de la Suze n’est plus utilisée à des fins industrielles, la population jouit d’un espace de détente renaturalisé.

Route de Neuchâtel 162c, 2505 Bienne

Au Seeclub Biel, on rame en allemand depuis 1886.

Rue Basse 12, 2502 Bienne

Suite à son séjour à l’Ile St-Pierre, c’est ici que Jean-Jacques Rousseau s’énerve fin octobre 1765 à cause des mauvaises odeurs.

Rue de l’Eau / Rue des Fleurs, 2502 Bienne

Non loin de la Suze, on y vivait et travaillait déjà à l’époque romaine.

Rue du Bourg, 2502 Bienne

On y mange bien – aujourd’hui au restaurant, au Moyen-Âge aux bains publics.

Dr.-Schneider-Strasse, 2560 Nidau

L’ancien site industriel accueille l’exposition nationale suisse Expo.02 en 2002.

Erlenweg 40, 2560 Nidau

Icône architecturale de la construction moderne au-dessus des pilotis de l’âge du bronze: on s’y baigne et on y prend le soleil depuis 1932.

Dr.-Schneider-Strasse, 2560 Nidau

Les vestiges de nombreux villages lacustres du néolithique et de l’âge du bronze reposent sous l’ancien site de l’Expo.

Canal de la Thielle, 2562 Port

Lors de la construction du canal dans le cadre de la première correction des eaux du Jura, d’importants vestiges aquatiques sont mis au jour.

Engelberg, 2513 Douanne-Daucher

Inondations 2021; lors d’une tempête en 1880, le «Neptun» chavire à cet endroit.

Ruelle des Romains, 2502 Bienne

Deux fragments de construction romaine ne forment pas encore une cité.

2563 Ipsach

La station de pompage d’eau du lac fournit de l’eau potable à Bienne et à Nidau.

2576 Lüscherz

Des fragments de flèches et d’arcs témoignent de la vie néolithique au bord du lac de Bienne.

Hugenottenweg, 3250 Lyss

Deux bateaux remplis de réfugiés chavirent en 1687. 111 huguenots se noient.

2572 Mörigen

La découverte d’hameçons prouve que le lac de Bienne a toujours été très apprécié des pêcheurs.

Port Bellevue, 2562 Port

Plus rien ne l’indique: entre 2014 et 2017, le service archéologique du canton de Berne met au jour des spa datant de l’époque romaine.

2513 Douanne

Là où aujourd’hui les voitures circulent à vive allure, la découverte d’artefacts en bois témoigne de la vie au néolithique.

2576 Vinelz

Il est probable que des enfants aient mis leur pirogue miniature à l’eau à cet endroit il y a 4700 ans.

Rue Centrale 60, 2501 Bienne

La piscine couverte, prévue depuis 1942, ouvre ses portes en 1966 et offre à la population un lieu pour le sport et l’hygiène du corps.

Petinesca, 2557 Studen

Un grand complexe de temples trône au-dessus de la cité romaine de «Petinesca».

von Rütte-Gut, Seestrasse 6, 2572 Sutz

On y découvre encore des choses étonnantes datant de l’époque des lacustres.

2564 Bellmund

La modernité du réseau d’eau romain est également illustrée par une découverte faite à Belmont.