Zahnräder des Krieges
Leuchtturmobjekt
Diese unscheinbare kleine Uhr stammt aus der Bieler Manufaktur Recta. Was zeigt sie uns ausser der Zeit? Sie ist ein Beispiel für eine wenig beleuchtete Facette der Bieler Wirtschaft: die Rüstungsindustrie.
Recta stellt die Uhr 1940 für die deutsche Wehrmacht her. Dieser Handel ist kein Einzelfall: Die Bieler Uhrenindustrie beliefert viele Jahre Armeen auf der ganzen Welt. Uhren sind typische Dual-Use-Produkte: Im zivilen Bereich dienen sie der Zeitmessung, im militärischen Einsatz der exakten Terminierung der Explosion von Bomben. In die gleiche Kategorie gehören auch andere Bieler Industriegüter wie Kompasse, Zeitschalter, Kugellager und Präzisionsmaschinen zur Metallbearbeitung. Die Verlockung ist gross, mit dem Krieg ein Geschäft zu machen.
Auch die Fabrikation von Zündern für Granaten beschert gewissen Uhrenfirmen während des Ersten Weltkriegs lukrative Gewinne. In dieser Zeit gehen solche Präzisionsprodukte aus der Uhrenindustrie noch zu beiden Kriegsparteien. Im Zweiten Weltkrieg beliefern die Bieler Unternehmen nur Nazideutschland. Recta ist eine von mehreren Schweizer Uhrenfirmen, die so für Munitionsnachschub für Hitlers Eroberungs- und Vernichtungspläne sorgen.
Die Leidtragenden des Krieges sind vor allem im Ausland, wobei Bezüge zur Region Biel bestehen. Bertha Fuchser und ihre Tochter in Lyss verlieren im Ersten Weltkrieg ihren Ehemann und Vater an der Front in Belgien, die Bielerin Clara Pintschuk wird als Jüdin in Polen von den Nationalsozialisten ermordet.
| Hersteller/-in | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Gegenstand | Armanduhr Recta Type F 37 |
| Datierung | 1942–1944 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Das schwarze Zifferblatt sowie das Radium auf dem Zifferblatt und Zeiger weisen auf den militärischen Charakter der Armbanduhr hin. Beides soll die Lesbarkeit der Zeit im Dunkeln ermöglichen. Das Oberkommando des Heeres (OKH) Nazideutschlands bestellt 1942 bei der Bieler Uhrenmanufaktur Recta 300’000 solcher Militäruhren. Die schlichten, aber präzisen sowie – dank des verschraubten Gehäuses und einem Stossdämpfer fürs Uhrwerk – soliden Bieler Armbanduhren entsprechen den Bedürfnissen der Wehrmacht.
Mit dem Grossauftrag belohnt Nazideutschland zudem Recta für anhaltende Zünder-Lieferungen. England und die USA üben gleichzeitig Druck auf den Bieler Fabrikanten aus, die Produktion von Munition für Nazideutschland einzustellen oder zumindest zu drosseln. Im September 1942 kommt Recta auf die Liste der von den alliierten Kriegsparteien sanktionierten Firmen.
| Hersteller/-in | GFF Integrative Kommunikation (Biel) |
| Gegenstand | Infographik: Exporte der Schweizer Uhrenindustrie |
| Datierung | 2025 |
| Eigentümer/-in | Quellen Daten: Eidgenössische Zollverwaltung Fotografie: Munitionsproduktion bei Emonot (Sorvilier), 1916 (Mémoires d’ici (Saint-Imier) / Musée du Tour Automatique et d’Histoire de Moutier) |
| Hersteller/-in | Kirby, Beard & C.° L.°, Paris (Auftraggeber) |
| Gegenstand | Werbung Omega-Taschenuhren für militärische Nutzung |
| Datierung | 1917 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Die Werbung der Bieler Uhrenmanufaktur Omega in der französischen Zeitschrift «L’Illustration» vom Dezember 1917 weist auf den militärischen Nutzen der Bieler Uhren hin. Spezialfunktionen wie Telemeter für die Artillerie oder Chronographen für die Kampfflugzeuge sind auf die Bedürfnisse des neuartigen Krieges ausgerichtet. Im Ersten Weltkrieg zählen für den Sieg weniger strategische Entscheide. Vielmehr kommt es auf den technologischen Vorsprung und Nachschub von Industrieprodukten an. Im Bereich der Zeitmessung stellt die Schweiz damals die technologische Avant-Garde dar, womit sich auch für Bieler Unternehmer ein lukratives Geschäftsfeld öffnet.
| Hersteller/-in | Rolex |
| Gegenstand | Armbanduhr als Halbsavonette |
| Datierung | Um 1914 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Die Halbsavonette-Uhr von Rolex markiert den Übergang von der Taschen- zur Armbanduhr. Ihr Gehäuse mit aufklappbarem Deckel entspricht dem einer Taschenuhr und schützt vor Staub und Stössen. Durch ein kleines Glasfenster sind Minuten- und Stundenzeiger sichtbar, für das Ablesen der Sekunden muss der Deckel jedoch geöffnet werden.
Im Ersten Weltkrieg erweisen sich Taschenuhren als unpraktisch, da Soldaten im Gefecht die Hände frei brauchen. Armbanduhren bieten hier klare Vorteile, erforderten jedoch kleinere Uhrwerke. Rolex konnte dabei auf seine Erfahrung mit Damenuhren zurückgreifen. Nach Kriegsende setzten sich Armbanduhren auch bei Männern durch. Der Krieg beschleunigte so nicht nur den technologischen Fortschritt, sondern prägte auch Kultur und Mode der Zeitmessung.
| Hersteller/-in | Léon Lévy & Frères, Biel/Bienne |
| Gegenstand | Militärische Armbanduhr Wizard |
| Datierung | 1915 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Der Bieler Uhrenproduzent Lévy entwickelt die Armbanduhr für die Bedürfnisse des Ersten Weltkriegs. Das Gitter schützt das Glas vor Einschlägen, gewährt dennoch Einblick auf die Zeiger und das Ziffernblatt.
Die Stundenangaben sowie die Zeiger auf dem Ziffernblatt leuchten im Dunkeln dank der Radium-Farbe. Auch dies entspricht einem Bedürfnis des Ersten Weltkriegs, der sich rasch in einen Stellungskrieg wandelt. In Biel spezialisieren sich daher verschiedene Ateliers auf die Radiumbemalungen. Radiumzifferblätter- und Zeiger setzen sich in Folge auch bei zivilen Uhren durch. Der Rohstoff zur Gewinnung des chemischen Elementes Radium stammt hauptsächlich aus Minen der des damaligen Belgisch-Kongo.
1963 verbietet die Schweiz die Verwendung von Radium in der Uhrenindustrie, da die gesundheitsschädigende Wirkung des chemischen Elementes erwiesen ist.
Die Schutzvorrichtung für die hier ausgestellte Uhr verunmöglicht eine Ausstrahlung des Radiums in der Umgebung.
| Hersteller/-in | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Gegenstand | Prototyp Recta-Kompass |
| Datierung | 1915 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Der Bieler Uhrenhersteller Müller & Vaucher diversifiziert seine Produktion im Zuge des Ersten Weltkriegs. Unter anderem steigt er in die Kompassproduktion ein. Unter dem Markennamen Recta wird der Bieler Betrieb im Laufe der Jahre zum globalen Leader in der Kompassherstellung.
Der erste Kompass von Recta ähnelt noch stark einer Taschenuhr, zumindest was die Form, das Gehäuse, Zeiger sowie Aufhänger mit Krone betrifft.
Das neue Produkt aus der Fabrik im Pasquart-Quartier ist der hohen Nachfrage nach Kompassen im Krieg geschuldet. Da der Kompass auch im zivilen Bereich Verwendung findet, handelt es sich um ein klassisches «Dual-Use-Produkt».
| Hersteller/-in | Emil Rothmann, Union Horlogère Berlin |
| Gegenstand | Betriebsinterne Korrespondenz zur Germanisierung einer Taschenuhr [Faksimile] |
| Datierung | 1915 |
| Eigentümer/-in | Centre jurassien d’archives et de recherches économiques (CEJARE) |
Die Bieler Uhrenmarke Alpina gehört zu der 1883 in Biel gegründeten «Union Horlogère». Die Holdingstruktur umfasst Produktionsstätten in Frankreich und der Schweiz. Eine Alpina-Uhr ist somit ein Produkt internationaler Zusammenarbeit.
Dies entspricht jedoch während des Ersten Weltkriegs nicht mehr dem nationalistischen Zeitgeist. Ein Deutscher Kunde wünscht deshalb 1915 die französischen Elemente seiner Uhr (Deckel) ersetzen zu lassen. Die Ateliers in Biel bieten leisten bei der «Germanisierung» der Uhr Unterstützung.
| Hersteller/-in | Alpina Union Horlogère |
| Gegenstand | Wehrmachtsuhr |
| Datierung | Um 1940 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
In dieser Militäruhr der Wehrmacht aus der Zeit des 2. Weltkriegs steckt ein in Biel hergestelltes Alpina-Uhrwerk 595. Neben der Alpina Union Horlogère produzieren etliche weitere Bieler Manufakturen Armbanduhren für den Kriegsbedarf. Während beispielsweise Omega die Royal British Air Force (britische Luftwaffe) ausstattet, gehört die Société d’Horlogerie La Générale mit ihrer Marke Helvetia zu den Hauptlieferanten der deutschen Luftwaffe.
| Hersteller/-in | Alpina Union Horlogère |
| Gegenstand | Kriegsmarinechronograph |
| Datierung | Um 1914 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Dieser Chronograph kam auf einem U-Boot der deutschen Kriegsmarine zum Einsatz. Chronographen (Stoppuhren) sind essenzielle Instrumente für die Kriegsführung unter Wasser aber auch in der Luft und bei der Artillerie. Mit diesen Präzisionsinstrumenten lassen sich Position, Ziel und Abschüsse genau berechnen.
Das Logo mit dem Dreieck auf dem Zifferblatt sowie das Uhrwerk weisen auf die Bieler Herkunft hin
| Hersteller/-in | Unbekannt |
| Gegenstand | Zeitzünder S/30 für Flakgranaten der Wehrmacht |
| Datierung | 1939–1945 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Mechanische Zeitzünder wie dieser bilden das Uhrwerk einer Artilleriegranate: Sie lassen das Geschoss zum eingestellten Zeitpunkt explodieren. Technisch funktionieren sie ähnlich wie eine Uhr mit Federmechanismus. Während des Zweiten Weltkriegs liefert die Schweiz fertige Zünder im Wert von 256 Millionen Franken an die Achsenmächte Deutschland, Italien und Rumänien, dazu Bauteile für die dortige Produktion. Die Bieler Manufaktur Recta liefert monatlich rund 200’000 Werkplatten und 75’000 Brücken an Dixi (Le Locle) und Junghans (Schramberg) und ist auch in Emil Bührles Munitionsproduktion eingebunden. An die Alliierten geht nur eine geringe Menge, da die Schweizer Uhrenindustrie ein Wissenstransfer an die Konkurrenz im globalen Uhrenmarkt vermeiden will.
Weitere Bieler Firmen beteiligen sich ebenfalls am Munitionsnachschub der Achsenmächte, doch viele Quellen werden nach 1945 vernichtet.
| Hersteller/-in | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Gegenstand | Photoclip |
| Datierung | 1948–1960 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Der Photoclip ist ein von Recta patentiertes Produkt, das sich ab den 1920er-Jahren in der Fotografie weltweit durchsetzt. Der eingebaute Hemmungsträger (sog. Porte-échappement) ermöglicht die autonome mechanische Auslösung der Fotografie. Kurz: es lässt sich ein «Selfie» machen, ohne selber abdrücken zu müssen.
Die Mechanik im Photoclip ähnelt derjenigen eines Zünders. Der Photoclip zeigt somit, wie nahe zivile und militärische Nutzung des Wissens und der Herstellung von mechanischen Präzisionsinstrumenten liegen.
| Hersteller/-in | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Gegenstand | Kompass-Armeemodell |
| Datierung | 1940–1942 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Dank des seit dem Ersten Weltkrieg gewonnenen Wissens im Kompassbau und in Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee führt Recta im Zweiten Weltkrieg ein neues Modell ein. Der Kompass lässt sich mit einer Hand öffnen und bedienen; ausziehbarer Spiegel, Radium-Beschichtung und eine Gehäuse-Einbuchtung erleichtern das Ablesen und präzise Anvisieren von Zielen. Eine Schnur dient als Senklot und Marschrichtungsmarkierung, Flüssigkeit dämpft die Nadelschwingung. Das stossresistente Gehäuse schützt das Instrument. Zwischen 1942 und 1944 steigt der Verkauf auf knapp 21’000 Stück pro Jahr. Nach dem Krieg sinken die Zahlen, erholen sich aber bis Mitte der 1950er-Jahre. Der Kompass etabliert sich zudem im zivilen Bereich für Alpinismus, Orientierungslauf und Pfadfinder.
| Gegenstand | Statutory Rules and Orders 1943 No. 1290: Trading with the enemy. Specified Persons [Faksimile] |
| Datierung | 1943 |
| Eigentümer/-in | Schweizerisches Bundesarchiv |
Die britische sowie die US-amerikanische Regierung führen Listen mit Unternehmen, die mit Nazi-Deutschland geschäftliche Beziehungen pflegen. Den aufgeführten Firmen drohen Sanktionen wie Verkaufsverbote in den Ländern des britischen Commonwealth oder den USA. Mehrere Bieler Firmen sind wiederholt aufgeführt, darunter Recta. Andere in den Quellen auffindbare Bieler Lieferanten der deutschen Armee geraten jedoch nicht ins Visier der amerikanischen und britischen Behörden.
Dank intensivem Lobbying wird Recta im Januar 1944 von der Liste der mit Nazi-Deutschland handelnden Firmen gestrichen. Die Produktion wird jedoch nicht eingestellt, sondern lediglich reduziert. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage für Nazi-Deutschland militärisch und finanziell.
| Hersteller/-in | Henri Hauser AG |
| Gegenstand | Produktekatalog der Henri Hauser AG |
| Datierung | Um 1950 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Die 1898 gegründete Bieler Firma avanciert zu einem global renommierten Präzisionsmaschinenfabrikant im Bereich von Schleif-, Fräs- und Bohrmaschinen. Der Fabrikkomplex auf der Höhe der Schüss-Hauptschleusen zeugt noch heute vom Firmenwachstum, insbesondere in den Jahren rund um den Zweiten Weltkrieg.
| Hersteller/-in | Henri Hauser AG |
| Gegenstand | Exportbewilligungsanfrage für Rüstungsgütern [Faksimile] |
| Datierung | 17.10.1939 |
| Eigentümer/-in | Schweizerisches Bundesarchiv |
Der Kriegsausausbruch am 1. September 1939 kurbelt die Exporte von Rüstungsgütern aus der Schweiz nochmals kräftig an. Neben Uhren oder Komponenten wie Zünder, sind insbesondere Präzisionsmaschinen sehr gefragte Industriegüter. Zu Beginn des Kriegs geht bei Henri Hauser AG in Biel eine umfangreiche Bestellung aus Deutschland ein. Der Bieler Fabrikant ersucht die Oberzolldirektion um die Freigabe des Exports ohne Zollgebühren. Die Schweizer Behörden entsprechen seinem Anliegen.
Der Brief betont, dass die Maschinen für «Rüstungszwecke» und nicht für die «Uhrenindustrie» bestimmt sind – da die Schweizer Uhrenindustrie aus Konkurrenzschutz Exportbeschränkungen für Maschinen zur Herstellung von Uhrenbestandteilen durchgesetzt hat. Daraus resultieren erhebliche Spannungen zwischen der Maschinen- und der Uhrenindustrie. Das Hauptproblem liegt im «Dual-Use-Charakter» der Präzisionsmaschinen aus der Schweiz: Häufig lassen sich diese sowohl für die Herstellung von Uhrenkomponenten sowie andere Präzisionsgüter, nicht zuletzt Rüstungsgütern, benutzen.
| Hersteller/-in | Text: Charlotte Butty Produktion: Vincent Dousse Stimmen: Iris Becher, Kaspar Locher |
| Gegenstand | Hörstation zum Leben von Bertha Fuchser |
| Datierung | 2025 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
| Gegenstand | Portraitfotografie von Wilhelm Brennenstuhl in Uniform der Armee des Deutschen Kaiserreiches |
| Datierung | 1915 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
| Gegenstand | Fotografien: Einheiten der französischen Armee in Biel (Zentalplatz und heutiger Neumarktplatz) |
| Datierung | 1940 (Juni) |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Im Juni 1940 kommt die Bieler Bevölkerung direkt in Kontakt mit dem Kriegsgeschehen. Am 17. Juni muss das 45. Armeekorps Frankreichs vor der Übermacht der deutschen Einheiten kapitulieren. Über 40’000 Armeeangehörige überqueren die Schweizer Grenze. Die flüchtende Armee besteht neben Franzosen auch aus einem Regiment aus den französischen Kolonien Nord-Afrikas (heute Algerien und Marokko), sowie einer Division polnischer Soldaten.
Die Region Seeland nimmt insgesamt 4050 Armeeangehörige auf der Flucht auf, wobei polnische Staatsangehörige die Hälfte ausmachen.
| Gegenstand | Fotografien: Kontakte von Bieler/-innen mit polnischen Armeeangehörigen |
| Datierung | Um 1940 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Trotz der Bemühungen der Behörden, Einheimische und Flüchtlinge zu trennen, kommt es zu verschiedenen Kontakten.
Die Fotos mit den polnischen Soldaten und Offizieren stammen aus dem Nachlass der Bieler Familie Neuhaus.
| Gegenstand | Fotografien: Internierungslager Büren a. A. |
| Datierung | Um 1940 |
| Eigentümer/-in | MemReg |
Der Bundesrat lässt im Juni 1940 unweit von Biel auf einem Feld an der Aare vor Büren ein Aufnahmelager errichten. Es soll längerfristig Platz für 6’000 Personen bieten. Im Juni ziehen 1’500 internierte französische und polnische Soldaten in die von Stacheldraht und Wachtürmen umgebenen Baracken ein. In Anordnungen des Bundes wird die Anlage als «Concentrationslager» bezeichnet. In der Region spricht man vom «Häftli».
In den folgenden Kriegsjahren werden im Lager Büren jüdische Flüchtlinge, italienische Widerstandskämpfer sowie sowjetische Deserteure untergebracht. Die hygienischen Bedingungen, das Sicherheitsregime sowie die Zwangsarbeit führen zu Diskussionen über den Umgang der Schweizer Behörden mit den Flüchtlingen.
Heute erinnert vor Ort fast nichts mehr vom ehemals grössten Internierungs- und Flüchtlingslager der Schweiz.
| Hersteller/-in | Neue Berner Zeitung |
| Gegenstand | Die Londoner City nach einem Deutschen Luftangriff, Zeitungsartikel [Faksimile] |
| Datierung | 1941 |
| Eigentümer/-in | Archiv der Stadtkanzlei, Biel |
Nach dem Sieg über Frankreich beabsichtigt, Nazideutschland England zur Kapitulation zu zwingen. Die deutsche Luftwaffe setzt dazu wiederholt zu Luftangriffen über englische Städte an. Die Bilder zerstörter Innenstädte erreichen die Schweiz, wie dieser Zeitungsausschnitt in der «Neuen Berner Zeitung» vom 17.01.1941, der sich in den Akten des Bieler Gemeinderates befindet, belegt. Die Stadt Biel wäre einem Luftangriff völlig wehrlos ausgesetzt, weshalb die Erfahrung des Luftkrieges um England den Bau von Luftabwehrpositionen in Biel auslöst. Überreste dieser Stellungen sind heute in Biel noch zu sehen, beispielsweise im Beaumontquartier.
| Hersteller/-in | Text: Charlotte Butty Produktion: Vincent Dousse Stimmen: Iris Becher, Kaspar Locher |
| Titel | Hörstation zum Leben von Clara Pintschuk |
| Datierung | 2025 |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |
Cette petite montre discrète sort des ateliers de la manufacture biennoise Recta. Mais que révèle-t-elle, au-delà de l’heure qu’elle indique ? Elle met en lumière un pan souvent ignoré de l’économie biennoise : son implication dans l’industrie de l’armement.
En 1940, Recta produit ce modèle pour l’armée allemande. Ce contrat n’est pas un cas isolé : durant de nombreuses années, l’horlogerie biennoise a fourni des armées dans le monde entier. Les montres incarnent typiquement un produit à double usage : dans la sphère civile, elles mesurent le temps ; dans un contexte militaire, elles permettent de synchroniser avec précision l’explosion de bombes. D’autres biens industriels fabriqués à Bienne – boussoles, minuteries, roulements à billes, machines de précision pour l’usinage des métaux – relèvent du même registre. La guerre offre un terrain rentable pour les affaires.
La fabrication de détonateurs d’obus permet également à certaines entreprises horlogères de réaliser des bénéfices lucratifs pendant la Première Guerre mondiale. À cette époque, ces produits de précision issus de l’industrie horlogère sont encore destinés aux deux belligérants. Pendant la Seconde Guerre mondiale, les entreprises biennoises ne fournissent que l’Allemagne nazie. Recta est l’une des nombreuses entreprises horlogères suisses qui assurent ainsi le ravitaillement en munitions servant aux plans de conquête et d’extermination d’Hitler.
Les victimes de ces guerres se trouvent pour la plupart à l’étranger. Néanmoins, des liens étroits unissent ces événements à la région biennoise. À Lyss, Bertha Fuchser et sa fille perdent leur mari et père sur le front belge durant la Première Guerre mondiale. Clara Pintschuk, Biennoise de confession juive, sera quant à elle assassinée par les nazis en Pologne.
| Producteur/productrice | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Objet | Montre bracelet Recta Type F 37 |
| Datation | 1942–1944 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Le cadran noir, tout comme le radium appliqué sur le cadran et les aiguilles, témoignent du caractère militaire de cette montre-bracelet, conçue pour rester lisible dans l’obscurité. En 1942, le Haut Commandement de l’armée de terre (OKH) de l’Allemagne nazie en commande 300’000 exemplaires à la manufacture horlogère biennoise Recta. Sobres mais précises, robustes grâce à leur boîtier vissé et à un dispositif antichoc pour le mouvement, ces montres répondent aux exigences de la Wehrmacht.
En outre, l’Allemagne nazie récompense Recta pour ses livraisons régulières de détonateurs. Au même moment, le Royaume-Uni et les États-Unis font pression sur le fabricant biennois afin qu’il cesse, ou du moins réduise, la production de munitions destinées à l’Allemagne nazie. En septembre 1942, Recta est inscrite sur la liste des entreprises sanctionnées par les puissances alliées.
| Producteur/productrice | GFF Integrative Kommunikation GmbH, Biel/Bienne |
| Objet | Infographie sur l’exportation de l’industrie horlogère suisse |
| Datation | 2025 |
| Propriétaire | Sources Données: Administration fédérale des douanes Photographie: Photographie :Production de munition chez Emonot (Sorvilier), 1916 (Mémoires d’ici (Saint-Imier) / Musée du Tour Automatique et d’Histoire de Moutier) |
| Producteur/productrice | Kirby, Beard & Cie L., Paris (commanditaire) |
| Objet | Publicité pour les montres de poche Omega à usage militaire |
| Datation | 1917 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
En décembre 1917, la manufacture horlogère biennoise Omega publie dans le magazine français « L’Illustration » une publicité qui met en avant l’usage militaire de ses montres. Des fonctions spécifiques, comme le télémètre pour l’artillerie ou le chronographe pour les avions de combat, répondent aux exigences de ce nouveau type de guerre. Pendant la Première Guerre mondiale, la victoire repose moins sur les choix stratégiques que sur l’avance technologique et l’approvisionnement en produits industriels. Dans le domaine de la mesure du temps, la Suisse est alors à la pointe de l’innovation, offrant aux entrepreneurs biennois l’accès à un marché lucratif.
| Producteur/productrice | Rolex |
| Objet | Montre demi-savonnette |
| Datation | Vers 1914 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
La montre à boîtier demi-savonnette de Rolex marque la transition entre montre de poche et montre-bracelet. Son boîtier, muni d’un couvercle à ouverture, reprend la forme de la montre de poche. Celui-ci protège le mécanisme des chocs et de la poussière. Les index horaires sont gravés sur le boîtier métallique. En revanche, pour lire les secondes, il faut ouvrir le couvercle.
Durant la Première Guerre mondiale, il est peu pratique de sortir une montre de poche pour consulter l’heure en plein combat. Les montres-bracelets nécessitent toutefois des mouvements bien plus petits que ceux des montres de poche. Pour concevoir des modèles adaptés aux soldats, Rolex s’appuie sur sa longue expérience dans la fabrication de petites montres destinées à la clientèle féminine. Après la guerre, la montre-bracelet s’impose également auprès de la gent masculine, faisant du conflit non seulement un moteur de progrès technologique, mais aussi un facteur de transformation des habitudes culturelles en matière de mesure du temps.
| Producteur/productrice | Léon Lévy & Frères, Biel/Bienne |
| Objet | Montre-bracelet militaire Wizard |
| Datation | 1915 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Lévy, fabricant horloger biennois, développe la montre-bracelet en réponse aux besoins de la Première Guerre mondiale. La grille protège le verre des chocs tout en laissant apparaître les aiguilles et le cadran.
Les indications horaires et les aiguilles du cadran brillent dans l’obscurité grâce à la peinture au radium. Cela répond également à une exigence du conflit, qui se transforme rapidement en guerre de position. À Bienne, plusieurs ateliers se spécialisent donc dans la peinture au radium. Les cadrans et aiguilles lumineux s’imposent par la suite également dans les montres civiles. La matière première pour obtenir le radium est principalement extraite des minerais du Congo belge.
En 1963, la Suisse interdit l’usage du radium dans l’horlogerie, car les effets nocifs de cet élément chimique sont désormais connus.
Le dispositif de protection de la montre exposée empêche toute irradiation du radium dans l’environnement.
| Producteur/productrice | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Objet | Prototype de boussole Recta |
| Datation | 1915 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Au cours de la Première Guerre mondiale, le fabricant horloger biennois Müller & Vaucher diversifie sa production, en se lançant notamment dans la fabrication de boussoles. Sous la marque Recta, l’entreprise biennoise s’impose au fil des ans comme un leader mondial dans ce domaine.
La première boussole Recta rappelle encore fortement une montre de poche, tant par sa forme, son boîtier, ses aiguilles que par son anneau et sa couronne.
Ce nouveau produit, fabriqué dans l’usine du quartier du Pasquart, répond à la forte demande de boussoles pendant la guerre. Également très répandu dans la sphère civile, cet objet constitue un exemple classique de produit à double usage (« dual-use »).
| Producteur/productrice | Emil Rothmann, Union Horlogère Berlin |
| Objet | Correspondance interne relative à la germanisation d’une montre de poche [fac-similé] |
| Datation | 1915 |
| Propriétaire | Centre jurassien d’archives et de recherches économiques (CEJARE) |
La marque horlogère biennoise Alpina fait partie de l’« Union Horlogère », fondée à Bienne en 1883. Sa structure de holding comprend des sites de production en Suisse et en France. Une montre Alpina est donc le fruit d’une collaboration internationale.
Pendant la Première Guerre mondiale, ce fonctionnement ne correspond plus à l’esprit nationaliste de l’époque. Ainsi, en 1915, un client allemand souhaite faire remplacer les éléments français de sa montre (le couvercle). Les ateliers biennois participent à cette «germanisation» du produit.
| Producteur/productrice | Alpina Union Horlogère |
| Objet | Montre de la Wehrmacht |
| Datation | Vers 1940 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Cette montre militaire de la Wehrmacht, datant de la Seconde Guerre mondiale, renferme un mouvement Alpina 595 fabriqué à Bienne. Outre Alpina Union Horlogère, de nombreuses autres manufactures biennoises produisent des montres-bracelets destinées à l’armée. Ainsi, tandis qu’Omega équipe la Royal Air Force britannique, la Société d’Horlogerie La Générale, avec sa marque Helvetia, se positionne comme l’un des principaux fournisseurs de la Luftwaffe allemande.
| Producteur/productrice | Alpina Union Horlogère |
| Objet | Chronographe de la marine de guerre allemande |
| Datation | Vers 1914 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Ce chronographe était utilisé à bord d’un sous-marin de la marine de guerre allemande. Les chronographes (ou chronomètres‑stoppes) sont des instruments essentiels dans le domaine de la guerre sous-marine, mais aussi de l’aviation ou l’artillerie. Grâce à ces instruments de précision, il est possible de calculer avec exactitude la position, la visée et les tirs.
Le logo en forme de triangle sur le cadran, ainsi que le mouvement, témoignent de son origine biennoise.
| Producteur/productrice | Inconnu |
| Objet | Détonateur temporel S/30 pour obus antiaériens de la Wehrmacht |
| Datation | 1939–1945 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Les détonateurs à retard mécaniques, comme celui-ci, constituent le cœur d’un obus d’artillerie, déclenchant l’explosion au moment précis prévu. Leur fonctionnement rappelle celui d’une montre à ressort. Durant la Seconde Guerre mondiale, la Suisse fournit des détonateurs complets – ainsi que des composants pour la production locale – aux puissances de l’Axe (Allemagne, Italie et Roumanie) pour une valeur totale de 256 millions de francs. La manufacture de Bienne, Recta, livre chaque mois des milliers de pièces à Dixi (Le Locle) et Junghans (Schramberg), et contribue également à la production de munitions pour Emil Bührle. Seule une faible quantité atteint les Alliés, l’industrie horlogère suisse souhaitant préserver son savoir-faire sur le marché mondial.
D’autres entreprises biennoises participent aussi à l’approvisionnement en munitions des puissances de l’Axe, mais de nombreuses sources ont été détruites après 1945.
| Producteur/productrice | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Objet | Photoclip |
| Datation | 1948–1960 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Le Photoclip, breveté par Recta, connaît un succès mondial dans la photographie dès les années 1920. Son mécanisme intégré, le porte-échappement, permet de déclencher l’appareil de manière autonome, offrant ainsi la possibilité de réaliser un « selfie » sans appuyer soi-même sur le déclencheur.
La mécanique du Photoclip s’apparente à celle d’un détonateur, illustrant de façon saisissante la proximité entre les applications civiles et militaires des instruments mécaniques de précision.
| Producteur/productrice | Müller & Vaucher manufacture d’horlogerie / Recta |
| Objet | Boussole de type militaire |
| Datation | 1940–1942 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Forte de l’expérience accumulée depuis la Première Guerre mondiale, Recta lance un nouveau modèle de compas en collaboration avec l’armée suisse. Celui-ci s’ouvre et se manie d’une seule main ; son miroir rétractable, son revêtement au radium et l’encoche dans le boîtier facilitent la lecture et le pointage précis. Une cordelette sert de fil à plomb et de repère de direction, tandis que le liquide amortit les oscillations de l’aiguille. Son boîtier résistant aux chocs protège l’instrument. Entre 1942 et 1944, près de 21’000 exemplaires sont vendus par année. Après la guerre, les ventes diminuent avant de se redresser au milieu des années 1950. Le compas s’impose également dans le domaine civil, pour l’alpinisme, l’orientation et le scoutisme.
| Objet | Statutory Rules and Orders 1943 No. 1290: Trading with the enemy. Specified Persons [fac-similé] |
| Datation | 1943 |
| Propriétaire | Archives fédérales suisses |
Durant la guerre, le gouvernement britannique ainsi que le gouvernement américain dressent des listes d’entreprises entretenant des relations commerciales avec l’Allemagne nazie. Ces dernières risquent alors des sanctions, telles que des interdictions de vente dans les pays du Commonwealth britannique ou aux États-Unis. Plusieurs entreprises de Bienne figurent à plusieurs reprises sur ces listes, notamment Recta.
D’autres fournisseurs biennois de l’armée allemande mentionnés dans les sources ne sont en revanche pas visés par les autorités américaines et britanniques.
| Producteur/productrice | Henri Hauser AG |
| Objet | Catalogue des produits de Henri Hauser SA |
| Datation | Vers 1950 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Fondée en 1898, l’entreprise biennoise devient un fabricant de machines-outils de précision à la renommée mondiale. Le vaste complexe industriel édifié près des écluses principales de la Suze témoigne encore aujourd’hui de son essor, en particulier autour de la Seconde Guerre mondiale.
| Producteur/productrice | Henri Hauser AG |
| Objet | Demande d’autorisation d’exportation de matériel de guerre [fac-similé] |
| Datation | 17.10.1939 |
| Propriétaire | Archives fédérales suisses |
Le déclenchement de la guerre, le 1er septembre 1939, donne un nouvel élan aux exportations de matériel militaire depuis la Suisse. Outre les montres ou des composants comme les détonateurs, ce sont surtout les machines de précision qui figurent parmi les biens industriels les plus recherchés. Au début du conflit, la société Henri Hauser AG, à Bienne, reçoit une importante commande en provenance d’Allemagne. Le fabricant biennois sollicite alors auprès de la Direction générale des douanes l’autorisation d’exporter ces machines sans droits de douane. Les autorités suisses accèdent à sa demande.
Dans sa lettre, il est précisé que les machines sont destinées à des « fins militaires » et non à l’« industrie horlogère» – cette dernière ayant obtenu, afin de se protéger de la concurrence, l’instauration de restrictions à l’exportation des machines servant à fabriquer des composants de montres. De là naissent de vives tensions entre l’industrie des machines et celle de l’horlogerie. Le problème central réside dans le « caractère dual » des machines de précision suisses : elles peuvent aussi bien servir à la production de pièces d’horlogerie qu’à celle d’autres biens de précision – en particulier d’armement.
| Producteur/productrice | Texte: Vincent Dousse, Charlotte Butty Production: Vincent Dousse Voix: Vincent Dousse, Léo Martinetti |
| Objet | Station audio sur la vie de Bertha Fuchser |
| Datation | 2025 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
| Objet | Photographie de Wilhelm Brennenstuhl en uniforme de l’armée de l’Empire allemand |
| Datation | 1915 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
| Objet | Photographies des unités de l’armée française à Bienne (place Centrale et l’actuelle place du Nouveau-marché) |
| Datation | 1940 (juin) |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
En juin 1940, les habitant·e·s de Bienne sont directement confronté·e·s à la guerre. Le 17 juin, le 45ᵉ corps d’armée français doit capituler face à la supériorité des forces allemandes. Plus de 40’000 militaires traversent la frontière suisse. L’armée en fuite comprend des soldats français, ainsi que des troupes originaires des colonies nord-africaines (actuels Maroc et Algérie) et une division de soldats polonais.
La région du Seeland accueille au total 4050 réfugiés militaires, dont la moitié sont de nationalité polonaise.

| Objet | Photographies: contacts des habitant·e·s de Bienne avec des membres de l’armée polonaise |
| Datation | Vers 1940 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
Bien que les autorités s’efforcent de tenir la population locale à distance des réfugiés, des rencontres ont lieu malgré tout.
Ces photos des soldats et officiers polonais proviennent du fonds de la famille Neuhaus.
| Objet | Photographies: camp d’internement de Büren a. A. |
| Datation | Vers 1940 |
| Propriétaire | MemReg |
En juin 1940, le Conseil fédéral fait ériger un camp d’internement destiné à accueillir à long terme 6’000 personnes près de Bienne, sur un champ bordant l’Aar, à Büren. Dès le mois de juin, 1’500 soldats français et polonais internés sont transférés dans les baraquements entourés de fil de fer barbelé et de tours de garde. Dans les ordonnances fédérales, le camp est désigné comme un « camps de concentration », tandis que les habitant·e·s de la région le surnomment le « Häftli ».
Au fil des années de guerre, le camp de Büren héberge également des réfugié·e·s juif·ve·s, des résistants italiens et des déserteurs soviétiques. Les conditions sanitaires, le régime de sécurité strict et le recours au travail forcé suscitent de vifs débats sur la manière dont les autorités suisses traitent les réfugié·e·s.
Aujourd’hui, il ne reste presque rien sur le site de ce qui fut le plus grand camp d’internement et de réfugié·e·s de Suisse.
| Producteur/productrice | Neue Berner Zeitung |
| Objet | La City de Londres après un raid aérien allemand, article de journal [fac-similé] |
| Datation | 1941 |
| Propriétaire | Archives de la chancellerie municipale de Bienne |
Suite à la victoire sur la France, l’Allemagne nazie cherche à contraindre l’Angleterre à capituler. Pour y parvenir, la Luftwaffe multiplie les bombardements sur les villes anglaises. Les images de centres-villes dévastés parviennent jusqu’en Suisse, comme en témoigne un extrait du « Neue Berner Zeitung » du 17 janvier 1941, conservé dans les archives du Conseil communal de Bienne. Cette dernière, totalement sans défense face à l’éventualité d’une attaque aérienne, réagit en faisant construire des positions de défense antiaérienne. Les vestiges de ces installations sont encore visibles aujourd’hui, notamment dans le quartier de Beaumont.
| Producteur/productrice | Texte: Vincent Dousse, Charlotte Butty Production: Vincent Dousse Voix: Vincent Dousse |
| Titre | Station audio sur la vie de Clara Pintschuk |
| Datation | 2025 |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |