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Dieser wasserdichte, robuste und kuschelige Hut aus den 1910er-Jahren gehört einst Dora Neuhaus. Sie zählt damals zur Bieler Oberklasse. Der Hut schützt vor Kälte und Regen, gleichzeitig spiegelt er die bürgerliche Kleiderordnung der Belle-Époque wider. Damals dominiert die Mode aus Paris ganz Europa: Die breitkrempigen Hüte, die dunkle Farbe und der Biberpelz setzen sich auch in Biel durch. Das Kaufhaus Tanner lässt sich von seinen Vorbildern aus Paris inspirieren.

Doch dieses Objekt erzählt auch eine andere Geschichte: die des Bibers. In Europa wird er bis zur Ausrottung gejagt. In Nordamerika begegnen ihm die Kolonist*innen erneut – dort ist er weit verbreitet. Sein dichtes Fell wird von den Indigenen zur Herstellung von Kleidung verwendet und erfreut sich in der westlichen Welt grosser Beliebtheit, insbesondere für die Hutherstellung.

Der Handel mit Biberfell ist ein wichtiger Faktor bei der Kolonisierung der Gebiete des heutigen Kanadas – dort ist der Biber noch immer ein Wahrzeichen des Landes.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Nager auch in der Schweiz wieder angesiedelt. Er gilt als Baumeister der Natur und steht heute unter Schutz. In Biel fühlt er sich besonders wohl: Mit etwas Glück begegnet man ihm auch an der Schüss – ganz in der Nähe des Museums.

Tierischer Trend


Leuchtturmobjekt


Mode

Biber

GegenstandBiberhut
DatierungUm 1910
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

In der Belle Époque war es für Frauen aus der Oberschicht Pflicht, einen Hut zu tragen.  Der Hut ist dabei weit mehr als nur ein modisches Accessoire – er stellt ein unverzichtbares Kleidungsstück dar, das strengen gesellschaftlichen Regeln unterliegt. Diese Konventionen sind eng mit Alter, Geschlecht und sozialem Status verknüpft. Ob Theater- oder Opernbesuch, ob Wohltätigkeitsveranstaltung oder gesellschaftliches Ereignis – jeder Anlass verlangt nach der passenden Kopfbedeckung. Deshalb ist es unerlässlich, sich sowohl in den aktuellen Trends als auch in den jeweiligen Anstandsregeln auszukennen.

Im Winter dominieren Pelzhüte die Mode. Besonders begehrt ist der warme und natürlich wasserabweisende Biberpelz, dessen Seltenheit ihn zum Luxusmaterial macht. Diese Pelzbegeisterung spiegelt den Zeitgeist wider, in dem Tiere als empfindungslose Wesen betrachtet werden, die allein für menschlichen Luxus und Komfort existieren.

Künstler/-inJohn L. Klingler
GegenstandGemälde
TitelDora Neuhaus
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Auf dieser Darstellung präsentiert sich Dora Neuhaus in eleganter Kleidung, die ihre gesellschaftliche und kulturelle Zugehörigkeit unterstreicht. Die breitkrempigen, reich dekorierten Hüte, die Europäerinnen der Oberschicht seit der Pariser Weltausstellung 1900 tragen, gehören ebenso zu ihrem Erscheinungsbild wie das helle, fliessende Kleid mit charakteristischen Merkmalen der Belle Époque: knöchellange Silhouette, lange Ärmel, Stehkragen und eine dezente Brosche.

Dora Neuhaus verkörpert die Modevorschriften ihrer gesellschaftlichen Schicht und folgt Trends, die weit über die Grenzen von Biel hinausgehen.

GegenstandTitelseite «La vie parisienne» (Reproduktion)
Datierung1907
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Im November 1907 widmet diese Wochenzeitung ihre Titelseite dem Biberpelz, der zu jener Zeit bei den Pariserinnen hoch im Kurs steht.

GegenstandPostkarten
DatierungEnde 19. –
Anfang 20. Jahrhundert
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Oben links auf dieser Postkarte ist das Gebäude zu erkennen, das Auguste Tanner 1891 in der Nidaugasse errichten lässt, um dort sein gleichnamiges Kaufhaus unterzubringen. Das moderne Bauwerk im Haussmann-Stil mit seinem markanten Eckturm verkörpert die Warenhausarchitektur, die damals in den europäischen Städten ihre Blütezeit erlebt.

Dieses Konzept, das im 19. Jahrhundert in Paris entsteht, vereint eine grosse Auswahl an Konsumgütern unter einem Dach. Es befeuert die Entstehung des Massenkonsums und begleitet die Entwicklung einer Mode, die nun einem breiteren Publikum zugänglich wird. In der Schweiz nimmt Biel eine Vorreiterrolle ein – hier werden unter anderem die späteren Manor-Warenhäuser gegründet.

Hersteller/-inH. Tanner
GegenstandZylinderhut mit Schachtel
DatierungAnfang des 20. Jahrhundert
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Hüte sind keineswegs nur ein Privileg der Frauen. Für einen Herrn des 19. Jahrhunderts aus gutem Hause ist es undenkbar, ohne seinen Zylinder das Haus zu verlassen. Die Ende des 18. Jahrhunderts in Vereinigten Königreich erfundene Kopfbedeckung löst Zweispitz und Dreispitz ab und etabliert sich als Symbol des Liberalismus und Bürgertums. Während seine Grundform unverändert bleibt, wandeln sich Höhe und Material im Laufe der Zeit. Anfangs wird er vorwiegend aus Biberpelz gefertigt, später zunehmend auch aus Seide.

In Biel folgt das Bürgertum den westlichen Modeströmungen und erwirbt seine Kopfbedeckungen bei der Hutfabrik H. Tanner. Diese schmückt sich mit dem Prädikat «Parisienne» – einem Gütesiegel für Raffinesse und Eleganz.

Hersteller/-inMido SA
GegenstandWerbepostkarten
Datierung1920–1930
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Während Luxusgüter über alle Grenzen hinweg Einzug in die Garderoben der Bieler Oberschicht halten, finden umgekehrt auch Bieler Kreationen ihren Weg zu den Eliten in ganz Europa.

Die Werbepostkarten des Bieler Uhrenherstellers Mido inszenieren Damen der gehobenen Gesellschaft: Ihre kostbaren Zeitmesser veredeln Kleider aus erlesenen Stoffen und fügen sich harmonisch in ein raffiniertes und dezentes Ambiente ein.

GegenstandFächer
DatierungUm 1890 
MaterialStraussenfedern, Elfenbein
Eigentümer/-inNMB Neues Museum Biel

Dieser elegante Fächer aus Straussenfedern und Elfenbein gehört ebenfalls zur Garderobe von Dora Neuhaus. Wie der Hut aus Biberpelz steht auch er an der Schnittstelle zwischen Mode-, Kolonial- und Tiergeschichte.

Die Kolonialisierung afrikanischer Gebiete durch die europäischen Imperialmächte erschliesst den Zugang zu einer Natur, die im Westen als unerschöpflich gilt. Elfenbein und Straussenfedern werden massiv ausgebeutet und beliefern vor allem die rasant wachsende Modeindustrie.

Die intensive Bejagung der Savannenelefanten, deren Elfenbein-Stosszähne begehrt sind, führt zu einem dramatischen Schwund der Bestände. Diese symbolträchtige Art steht heute unter Schutz, bleibt aber vom Aussterben bedroht.

GegenstandBiber-Unterkiefer
FundortLüscherz
Datierung2794–2752
2737–2701, v. Chr.
MaterialKnochen, Zahn
Eigentümer/-inArchäologischer Dienst des Kantons Bern

Bevor er im 19. Jahrhundert völlig aus der Schweiz verschwindet, bevölkert der Biber jahrhundertelang die Ufer hiesiger Seen und Flüsse. Dabei wird er zum ständigen Opfer menschlicher Begehrlichkeiten.

Im Mittelalter findet das in seinen Analdrüsen enthaltene Sekret, das sogenannte Bibergeil, medizinische Verwendung. Sein Fleisch, das dem des Fisches gleichgestellt wird, kommt während der Fastenzeit auf den Tisch.

Ausgrabungen belegen, dass bereits in der Jungsteinzeit seine Unterkiefer als Werkzeuge dienen: Der scharfe Zahn wird zum Holzschnitzen genutzt, der Unterkiefer fungiert als Griff. Das hier vorgestellte Objekt verdeutlicht, dass der Biber weit mehr als nur eine Ressource darstellt. Als Akteur der Geschichte inspiriert und fördert er die Entwicklung menschlicher Techniken.

GegenstandBiberfalle und Biberfell
Datierung20. Jahrhundert
Eigentümer/-inNONAM (Nordamerika Native Museum)

Im 17. Jahrhundert errichten Franzosen und Briten an den Ufern Nordamerikas Pelzhandelsposten. Biberpelze, die für die Hutherstellung begehrt sind, übertreffen dabei die Pelze von Füchsen, Bären und Nerzen an Wert.

Die indigenen Völker tauschen die Felle gegen europäische Produkte wie Waffen oder Alkohol. Als die Biber seltener werden, verlagert sich der Handel nach Norden. So wird er zu einer treibenden Kraft bei der Kolonisierung Kanadas. Die Zahl der Trapper steigt, die Fallen werden immer raffinierter und lassen den Biberpopulationen keine Zeit zur Erholung. Um 1890 bricht ihre Zahl zusammen – ihr Pelz wird zum Luxusprodukt.

Dieser Rückgang erweist sich als katastrophal für die indigenen Gesellschaften, die vom Handel abhängig geworden sind und sich gezwungen sehen, ihre Lebensweise und Traditionen aufzugeben.

Künstler/-inRobert Hainard
GegenstandHolzschnitt
TitelBiberfamilie
Datierung1985
Eigentümer/-inKunstsammlung der Stadt Biel

Dieser Stich stammt von Robert Hainard, einem Genfer Künstler, Schriftsteller und Naturforscher, der sich aktiv für die Wiederansiedlung des Bibers in der Schweiz einsetzt. Die Art ist im 19. Jahrhundert vollständig aus dem Land verschwunden.

Hersteller/-inStadt Biel
GegenstandInformationsschild 
TitelWillkommen, Biber!
Datierung2022
Eigentümer/-inStadt Biel

Seit seiner Wiederansiedlung in den 1950er-Jahren fühlt sich der Biber in den Schweizer Flüssen wieder heimisch. In Biel ist es nicht ungewöhnlich, ihm am Seeufer oder sogar in der Schüss direkt vor dem Museum zu begegnen.

Heute gilt dieser wahre Naturingenieur als wertvoller Verbündeter im Kampf um die Artenvielfalt und steht als Tierart unter nationalem Schutz.

Doch die Biberpopulation wächst stetig – und mit ihr die Konflikte. Gefällte Bäume, überschwemmte Gebiete: Das Zusammenleben mit diesem Nagetier gestaltet sich nicht immer einfach.

Imperméable, résistant et douillet, ce chapeau datant des années 1910 appartenait à Dora Neuhaus, figure de la haute société biennoise. Il la protégeait du froid et des intempéries tout en reflétant les codes vestimentaires bourgeois du début du 20e siècle. À la Belle-Époque, la mode parisienne domine l’Europe et ses tendances – comme les chapeaux à larges bords, la teinte sombre et la fourrure de castor – s’imposent jusqu’à Bienne. La ville s’inscrit d’ailleurs très tôt dans cette dynamique avec l’ouverture des grands magasins Tanner, inspirés de leurs homologues parisiens.

Mais cet objet raconte aussi une autre histoire: celle du castor. En Europe, l’animal est chassé jusqu’à son extinction. Dès le 16e siècle, les colons le redécouvrent en Amérique du Nord, où il prolifère. Sa fourrure, plus dense, est utilisée par les populations autochtones pour confectionner leurs vêtements, et devient rapidement très prisée dans le monde occidental, avant tout pour la chapellerie. L’essor de ce commerce participe activement à la colonisation des territoires de l’actuel Canada, dont le castor est aujourd’hui l’un des emblèmes.

Au milieu du 20e siècle, le rongeur est également réintroduit en Suisse. Considéré comme un véritable ingénieur de la nature, il est aujourd’hui protégé. À Bienne, il s’épanouit particulièrement bien : avec un peu de chance, vous pourrez même l’apercevoir le long de la Suze, à deux pas du musée.

ObjetChapeau en fourrure de castor
DatationVers 1910
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

À la Belle-Epoque, toute femme issue de la haute société se doit de porter un chapeau. Bien plus qu’un simple accessoire, il constitue un élément indispensable de la toilette et obéit à des codes stricts, liés à l’âge, au genre et au statut social. Qu’il s’agisse d’une sortie au théâtre, à l’opéra ou d’un événement caritatif, chaque occasion appelle son couvre-chef. Il est donc essentiel de maîtriser les usages, tant en matière de tendances que de circonstances appropriées.

En hiver, les chapeaux en fourrure sont de mise. Celle du castor, chaude et naturellement imperméable, est prisée. Sa rareté en fait un matériau de luxe. Cet engouement pour la fourrure reflète une époque où les animaux sont considérés comme des êtres passifs et insensibles, au service du goût et du confort humains.

ArtisteJohn L. Klingler
ObjetPeinture
TitreDora Neuhaus
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

Sur cette représentation, Dora Neuhaus arbore une toilette élégante, témoignant de son appartenance sociale et culturelle. Depuis l’Exposition universelle de Paris en 1900, les femmes européennes issues de la haute société adoptent des chapeaux à larges bords, souvent richement décorés. Sa robe claire, légère et couvrante, qui descend jusqu’aux chevilles, ainsi que ses manches longues, son col montant et sa broche s’inscrivent également parmi les tendances prisées des élites occidentales durant la Belle Époque.

Dora Neuhaus incarne ainsi avec justesse les codes vestimentaires dictés par son statut social, suivant des tendances qui dépassent largement les frontières biennoises.

ObjetCouverture de «la vie parisienne» [reproduction]
Datation1907
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

En novembre 1907, cet hebdomadaire met en une la fourrure de castor, alors prisée des Parisiennes.

ObjetCartes postales
DatationFin du 19e –
début du 20e siècle
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

En haut à gauche de cette carte postale figure le bâtiment qu’Auguste Tanner fait ériger en 1891, rue de Nidau, pour y installer ses grands magasins éponymes. Cette construction moderne, d’inspiration haussmannienne et munie d’une tour d’angle, s’inscrit dans la mouvance architecturale des grands magasins, qui connaissent alors un essor fulgurant dans les villes européennes.

Ce type d’établissement, apparu à Paris au milieu du 19e siècle, concentre sous un même toit un large éventail de produits de consommation. Ce modèle favorise l’émergence de la consommation de masse et accompagne le développement d’une mode désormais accessible à un public élargi.

En Suisse, Bienne fait figure de pionnière. Elle est notamment à l’origine des grands magasins Manor.

Producteur/productriceH. Tanner
ObjetChapeau haut-de-forme et boîte
DatationDébut du 20e siècle
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

Les chapeaux ne sont pas l’apanage de la gent féminine. Au 19e siècle, il est impensable, pour un bourgeois, de sortir sans son haut-de-forme. Inventé au Royaume-Uni, ce couvre-chef remplace le bicorne et le tricorne avant de s’imposer comme symbole du libéralisme et de la bourgeoisie. Sa forme fondamentale reste inchangée, mais sa hauteur et sa matière varient au fil du temps. D’abord fabriqué le plus souvent en fourrure de castor, il est progressivement réalisé en soie.

À Bienne, les bourgeois suivent les tendances occidentales et se procurent leur couvre-chef auprès de la chapellerie H. Tanner. Celle-ci se targue du qualificatif «Parisienne», gage de raffinement et d’élégance.

Producteur/productriceMido SA
ObjetCartes postales publicitaires
Datation1920–1930
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

Tandis que des articles de luxe franchissent les frontières pour rejoindre les garde-robes de la bourgeoisie de Bienne, les créations biennoises trouvent, elles aussi, leur place auprès des élites aux quatre coins de l’Europe.

Sur ces cartes postales publicitaires de la maison horlogère biennoise Mido, des femmes de la haute société apparaissent mises en scène: leurs montres délicates subliment leurs tenues constituées d’étoffes précieuses et s’accordent harmonieusement avec un intérieur raffiné et feutré.

ObjetEventail 
DatationVers 1890 
MatièrePlumes d’autruche, ivoire
PropriétaireNMB Nouveau Musée Bienne

Cet élégant éventail se trouvait également dans la garde-robe de Dora Neuhaus. Composé de plumes d’autruche et d’ivoire, il se situe, tout comme le chapeau en fourrure de castor, au croisement de l’histoire de la mode, de l’histoire coloniale et de l’histoire animale.

La colonisation des territoires africains par les puissances impérialistes européennes ouvre l’accès à une nature alors perçue comme inépuisable par les Occidentaux. L’ivoire et les plumes d’autruche sont exploités massivement et alimentent notamment l’industrie de la mode, en pleine expansion.

La surchasse des éléphants de savane, convoités pour leurs défenses en ivoire, a conduit à une diminution drastique de leurs populations, menaçant de disparition cette espèce emblématique, aujourd’hui protégée.

ObjetPiège à castor et fourrure de castor
Datation20ème siècle
PropriétaireNONAM (Nordamerika Native Museum)

Dès le 17e siècle, Français et Britanniques installent des comptoirs de traite de fourrure sur les rives d’Amérique du Nord. La fourrure de castor, prisée pour la confection de chapeaux, surpasse celles de renard, d’ours ou encore de vison.

Les populations autochtones échangent ces peaux contre des produits européens, tels que des armes ou de l’alcool. Quand les castors se raréfient, les échanges migrent vers le nord. La traite devient ainsi un moteur de la colonisation du Canada. Le nombre de trappeurs augmente, les pièges se perfectionnent, ne laissant pas le temps aux populations de castors de se renouveler. Vers 1890, leur nombre s’effondre faisant de leur fourrure un produit de luxe.

Ce déclin s’avère catastrophiques pour les sociétés autochtones, devenues dépendantes de ce commerce et contraintes d’abandonner leurs modes de vie et leurs traditions.

ObjetMandibule de castor
Lieu de découverteLüscherz
Datation2794–2752
2737–2701, av. J.-C.
MatièreOs, dent
PropriétaireService archéologique du canton de Berne

Avant de disparaître totalement au 19e siècle, le castor a longtemps peuplé les rives des lacs et rivières suisses. Il fut constamment la proie de l’être humain.

Au Moyen-âge, le sérum contenu dans ses glandes anales, appelé castoréum, est utilisé en médecine. Sa chaire, assimilée à du poisson, était consommée durant le carême.

Des fouilles révèlent l’usage de ses mâchoires inférieures comme outils au néolithique: la dent tranchante sert à sculpter le bois, la mandibule comme manche. L’exemplaire présenté ici démontre que le castor est bien plus qu’une ressource. Acteur de l’histoire, il inspire et encourage le développement des techniques humaines.

ArtisteRobert Hainard
ObjetGravure sur bois
TitreFamille de castors
Datation1985
PropriétaireCollections des arts visuels de la Ville de Bienne

Cette gravure a été réalisée par Robert Hainard, artiste, écrivain et naturaliste genevois, qui a activement participé à la réintroduction du castor en Suisse dans les années 1950. L’espèce avait complètement disparu du teritoire au 19e siècle.

Producteur/productriceVille de Bienne
ObjetPanneau d’information 
TitreBienvenue aux castors!
Datation2022
PropriétaireVille de Bienne  

Depuis sa réintroduction dans les années 1950, le castor a retrouvé ses aises dans les cours d’eau suisses. À Bienne, il n’est pas rare d’en croiser au bord du lac ou même dans la Suze, juste devant le musée.

Aujourd’hui, ce véritable ingénieur de la nature est considéré comme un allié précieux pour la préservation de la biodiversité. Il s’agit d’une espèce protégée au niveau national.

Cependant, la population de castors ne cesse d’augmenter — et avec elle, les conflits. Arbres abattus, cours d’eau qui débordent: la cohabitation avec ce rongeur n’est pas toujours facile.