Fliessendes Wasser ist für uns heute selbstverständlich. Wir nutzen es täglich zum Trinken und für unsere Körperpflege – es ist die Grundlage unserer Gesundheit.
Schon in römischer Zeit ist der Zugang zu Wasser wichtig. Oft reichen Sodbrunnen, um den Wasserbedarf für Haushalt und Gewerbe zu decken, wie im Handwerkerquartier von Petinesca (Studen) Für Städte wie Aventicum (Avenches) und die Colonia Iulia Equestris (Nyon) muss man aber Wasser von weit entfernten Quellen herleiten. Und je mehr Menschen nahe beieinander leben, umso wichtiger ist ein gutes Abwassersystem, um Krankheiten und Seuchen vorzubeugen. Dafür werden gemauerte Aquädukte und Kanalisationen sowie Leitungen aus Blei, Ton und Holz gebaut. Sie zeugen noch heute vom hohen technischen Standard der Römer.
Besonders viel Wasser benötigen die römischen Badeanlagen. Diese meist öffentlich zugänglichen Einrichtungen sind wichtig im Leben der Römerinnen und Römer: Man kommt nicht nur hierher, um sich zu waschen. Wie in heutigen Thermen kann man sich massieren und einölen lassen – wellnessen also. Zudem pflegt man in den Baderäumen die sozialen, politischen und geschäftlichen Kontakte.
Einen solchen Badekomplex legt der Archäologische Dienst des Kantons Bern zwischen 2014 und 2017 in Port frei. Der Film fasst die Erkenntnisse aus der Forschung zusammen und lässt die Anlage wieder aufleben.
| Gegenstand | Wasserbecken (labrum) |
| Fundort | Port |
| Datierung | Römerzeit, 1.–3. Jahrhundert n. Chr. |
| Material | Kalkstein |
| Eigentümer/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

| Gegenstand | Wasserhahn |
| Fundort | Studen-Petinesca |
| Datierung | Römerzeit |
| Material | Bronze |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |

Der bronzene Wasserhahn ist ursprünglich Teil eines Warmwasserbeckens in einem Badetrakt. Letzterer gehört wohl zu einem Rasthaus. Über zwei Leitungen fliesst heisses und kaltes Wasser in den Hahn. Mit einem heute nicht mehr erhaltenen Hebel wird der Zufluss und somit die Wassertemperatur reguliert.
| Gegenstand | Fibeln |
| Fundort | Port |
| Datierung | Römerzeit, 1.–3. Jahrhundert n. Chr. |
| Material | Bronze |
| Eigentümer/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

Ärgerlich für die damaligen Badenden, aufschlussreich für die Nachwelt: Beim Badebesuch in Port gehen diese Gewandnadeln wohl beim Umziehen verloren. Vielleicht fallen sie hinter ein Holzmöbel oder durch einen Spalt unter den Bretterboden.
| Gegenstand | Strigilis |
| Fundort | Aus dem Zihlkanal bei Port |
| Datierung | Römerzeit |
| Material | Bronze |
| Eigentümer/-in | Bernisches Historisches Museum |

Die Strigilis ist ein typischer Gegenstand der römischen Körperpflege: Mit ihr schabt man nach dem Sport oder dem Saunabesuch Schweiss, Öl und Schmutz von der Haut.
| Gegenstand | Balsamarien |
| Fundort | Studen-Petinesca |
| Datierung | Römerzeit, 1. Hälfte 1. Jahrhundert n. Chr. |
| Material | Glas |
| Eigentümer/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

Die tränenförmigen Fläschchen beinhalten Salben und Öle für die Körperpflege, für Wellness oder den medizinischen Gebrauch. Gerne werden sie den Verstorbenen mit ins Jenseits gegeben. Das belegen die ausgestellten Balsamarien aus dem Gräberfeld von Petinesca.
| Gegenstand | Mosaikfragmente |
| Fundort | Studen-Petinesca |
| Datierung | Römerzeit |
| Material | Kalkstein, Mörtel |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |

Die römische Badekultur bringt mit den Thermen-Anlagen eine eigene Architekturform hervor, die bestimmten funktionalen Regeln folgt. Wandmalereien und Bodenmosaike dürfen in den Anlagen nicht fehlen. Die ausgestellten Mosaikfragmente stammen aus dem Rasthaus mit Badetrakt in Petinesca.
| Gegenstand | Wasserleitungsrohr |
| Fundort | Bellmund |
| Datierung | Römerzeit |
| Material | Gebrannter Ton |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |

An diesem Altfund aus Bellmund sieht man die Bauweise einer Wasserleitung aus Röhren sehr gut: Das verjüngte Ende einer Röhre wird jeweils in die weite Öffnung der nächsten Röhre gesteckt. So lässt sich die Wasserleitung beliebig erweitern.
Im Mittelalter kümmern sich die Bielerinnen und Bieler meistens zu Hause um ihre hygienischen Bedürfnisse. Das Wasser für die Körperpflege und die übrigen Arbeiten in Küche und Haus holt man zu Fuss mit einem Kessel an einem der neun öffentlichen Brunnen. Sie alle werden mit Wasser aus der Römerquelle gespiesen.
In Biel existieren daneben aber auch zwei öffentliche städtische Badstuben: eine an der Untergasse beim Badstubentor und eine an der Burggasse 17. Schriftquellen und archäologische Grabungen geben uns Auskunft über den Alltag in den Einrichtungen zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert.
Ein sogenannter Bader betreibt die Badstuben mit seinen Mägden und Knechten. Die Badstube an der Untergasse besitzt sogar eine Wasserzuleitung. Das Angebot ist vielseitig. Gebadet wird wohl in Holzbottichen. Dazu lässt man sich einseifen, kratzen, massieren, einölen und salben. Auch für medizinische Anliegen geht man zum Bader: Er versteht sich aufs Schröpfen, Aderlassen und Zähneziehen. Er stellt selber Arzneimittel her und macht sogar chirurgische Eingriffe – und das ohne medizinisches Studium! Um den Haarschnitt und die Rasur kümmert sich in den Badstuben der Scherer.
Wie schon zur Römerzeit sind die Badstuben auch ein Ort für soziale Kontakte und Geselligkeit. Dass auch gegessen und bisweilen viel getrunken wird, belegen die vielen Reste von Gläsern, Essgeschirr und Kochgefässen, die in der Latrine der Badstube entsorgt werden.
Da die Besucherinnen und Besucher nackt oder nur leicht bekleidet sind, wird die Sittlichkeit der Badstuben öfter in Frage gestellt. 1583 müssen der Rat und das Chorgericht sogar den Vorwurf der Hurerei in der unteren Badstube überprüfen.
| Hersteller/-in / Künstler/-in | Maximus Valerius |
| Gegenstand | Inkunabel [Reproduktion] |
| Titel | Darstellung einer Badeszene |
| Datierung | Um 1470 |
| Technik | Tempera und Gold auf Pergamin |
| Eigentümer/-in | Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung |

Ausschnitt aus «Valerius Maximus, Facta et dicta memorabilia» (Denkwürdige Taten und Aussprüche), 9. Buch: «De luxuria et libidine» (Liebe zum Luxus und sinnliche Begierde), ca. 20 v. Chr. – 50 n. Chr.
Übersetzung des lateinischen Textes:
«Auch die Liebe zum Luxus, dieses süsse Gift, das man viel leichter anklagen als vermeiden kann, soll in unserem Werk einen Platz finden, nicht um ihr irgendeine Ehre zu erweisen, sondern damit sie, sich selber erkennend, zur Reue bewegt werden kann. Mit ihr zusammen soll die sinnliche Begierde behandelt werden, weil sie sich ja aus denselben lasterhaften Quellen speist; sie sollen gemeinsam kritisiert und gebessert werden, da sie auf derselben doppelten geistigen Verirrung basieren.»
| Hersteller/-in / Künstler/-in | Jörg Müller |
| Gegenstand | Reproduktion |
| Titel | Mittelalterliche Bieler Badestube |
| Datierung | 2008 |
| Technik | Acryl |
| Eigentümer/-in | Jörg Müller |

Der Ausschnitt aus dem Bild «Biel um 1500» zeigt über dem ehemaligen Burggraben eine der zwei Bieler Badstuben. Vor der Tür wartet eine Bademagd, im Obergeschoss wirft der Bader einen Blick nach draussen.

| Gegenstand | Ess-, Trink- und Kochgeschirr |
| Fundort | Biel, Burggasse 17 |
| Datierung | 15. und 16. Jahrhundert |
| Material | Keramik, glasiert und unglasiert |
| Eigentümer/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

| Gegenstand | Schröpfköpfe |
| Fundort | Biel, Burggasse 17 |
| Datierung | Ende 15.–16. Jahrhundert |
| Material | Irdenware unglasiert |
| Hersteller/-in / Künstler/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

Der Bader setzt das Schröpfen bei vielerlei Gebrechen und Beschwerden ein. Der Schröpfkopf wird erhitzt und sofort auf die Haut aufgelegt. Kühlt er sich ab, entsteht ein Unterdruck. Dadurch strömt vermehrt Blut in diesen Bereich. Beim Nassschröpfen wird die Haut vorher leicht eingeschnitten. So können – ähnlich wie beim Aderlass – Blut und mit ihm «schlechte» Flüssigkeiten entnommen werden.
| Gegenstand | Destillierhelm (Alembik) |
| Fundort | Biel, Burggasse 17 |
| Datierung | Ende 15.–16. Jahrhundert |
| Material | Glas |
| Eigentümer/-in | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

Der Bader des Mittelalters stellt Arzneien und Badessenzen aus Kräutern und Hochprozentiges für seine Gäste selber her. Dazu benötigt er den sogenannten Alembik. Der befindet sich auf einem Glasgefäss, worin eine Flüssigkeit erhitzt wird. Der heisse Dampf kondensiert am Glas des Destillierhelms, sammelt sich in der Auffangrinne und läuft über die Abflussröhre in ein Auffanggefäss.
| Hersteller/-in / Künstler/-in | Margrit Wick Werder, Audioflair Tonstudio |
| Gegenstand | Hörstation |
| Titel | Was einem Krämer widerfahren ist |
| Datierung | 1583 |

Die Geschichte basiert auf unterschiedlichen Quellen.
| Hersteller/-in / Künstler/-in | August Valentin Jaeger |
| Gegenstand | Gemälde |
| Titel | Die Badenden |
| Datierung | Um 1920 |
| Technik | Öl auf Leinwand |
| Eigentümer/-in | NMB Neues Museum Biel |

Au Moyen Âge, les Biennoises et les Biennois s’occupaient généralement de leur hygiène personnelle entre leurs quatre murs. C’est à pied, munis de leur seau, qu’ils allaient chercher l’eau nécessaire aux soins corporels, aux travaux ménagers et à la cuisine à l’une des neuf fontaines de la ville, toutes alimentées par la source des Romains.
Il existait également deux bains publics dans la vieille ville de Bienne: un édifice à la rue Basse, vers la porte des Bains, et l’autre à la rue du Bourg 17. Des sources écrites ainsi que des fouilles archéologiques ont livré des informations sur la vie quotidienne dans ces établissements entre le 14e et le 17e siècle.
Celui que l’on appelait l’étuviste exploitait les lieux avec ses servantes et ses valets. Les bains de la rue Basse possédait même une canalisation d’arrivée d’eau. L’offre était variée. Le bain se prenait dans des cuves en bois où l’on pouvait se faire savonner, gratter, masser, huiler et pommader. Mais les habitants s’y rendaient aussi lorsqu’ils avaient un souci de santé: poser des ventouses, pratiquer des saignées, arracher des dents, le maître des bains avait de multiples talents. Il préparait même des produits médicinaux et pratiquait au besoin des interventions chirurgicales – sans la moindre étude de médecine! Un barbier se chargeait de raser et de couper les cheveux des clients.
Comme déjà à l’époque romaine, les bains publics étaient aussi des lieux où l’on entretenait les contacts sociaux et la convivialité. De nombreux fragments de verres, de vaisselle et d’ustensiles de cuisine, jetés après usage dans les latrines de ces établissements, prouvent que l’on y mangeait également et que l’on y buvait quelquefois abondamment.
Et comme celles et ceux qui les fréquentaient étaient nus ou très légèrement vêtus, la question de la moralité prêta souvent à discussion. En 1583, le Conseil et le Consistoire eurent même à traiter une accusation de prostitution dans les bains de la rue Basse.
| Producteur/productrice / artiste | Maximus Valerius |
| Objet | Incunable [reproduction] |
| Titre | Représentation d’une scène de bain |
| Datation | Vers 1470 |
| Technique | Détrempe et or sur parchemin |
| Propriétaire | Staatsbibliothek zu Berlin – Preussischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung |

Extrait de «Valerius Maximus, Facta et dicta memorabilia» (Les Faits et dits mémorables), 9. Buch: «De luxuria et libidine» (Du luxe et de la débauche), env. 20 av. J.-C. – 50 apr. J.-C.
Traduction du texte latin:
«Le goût du luxe est un vice séduisant que l’on blâme plus facilement qu’on ne s’en peut garder. Donnons-lui cependant une place dans notre ouvrage, non pas pour lui faire honneur, mais pour l’amener à se reconnaître et à se repentir. Joignons-lui la débauche qui a pour principe les mêmes mauvaises tendances. Liées l’une à l’autre par la ressemblance des égarements qui les produisent, que ces passions restent associées dans le blâme et dans le retour à la vertu.»
| Producteur/productrice / artiste | Jörg Müller |
| Objet | Reproduction |
| Titre | Bains publics biennois au Moyen Âge |
| Datation | 2008 |
| Technique | Acryl |
| Propriétaire | Jörg Müller |

L’extrait du tableau «Bienne vers 1500» montre, au-dessus des anciennes douves, l’un des deux bains publics médiévaux de Bienne. Une servante baigneuse attend devant la porte, tandis qu’à l’étage, le maître baigneur jette un coup d’œil vers l’extérieur.

| Objet | Vaisselle pour manger, boire et cuisiner |
| Lieu de découverte | Bienne, Rue du Bourg 17 |
| Datation | 15e et 16e siècle |
| Matière | Céramique, émaillée et non émaillée |
| Propriétaire | Service archéologique du canton de Berne |

| Objet | Ventouses |
| Lieu de découverte | Bienne, Rue du Bourg 17 |
| Datation | Fin 15e – 16e siècle |
| Matière | Terre cuite non émaillée |
| Producteur/productrice / artiste | Service archéologique du canton de Berne |

Dans les bains publics, les ventouses servaient à traiter de nombreuses affections et douleurs. Elles étaient chauffées, puis immédiatement appliquées sur la peau. En refroidissant, un effet de dépression se crée, ce qui augmente l’afflux sanguin dans cette zone. Dans le cas des ventouses humides, une légère incision est préalablement pratiquée dans la peau. Selon le même principe que pour la saignée, cela permet au sang et aux «mauvais» liquides d’être évacués.
| Objet | Chapiteau d’alambic |
| Lieu de découverte | Bienne, Rue du Bourg 17 |
| Datation | Fin 15e – 16e siècle |
| Matière | Verre |
| Propriétaire | Service archéologique du canton de Berne |

Au Moyen Âge, l’étuviste préparait lui-même des remèdes et des essences de bain à base d’herbes et d’alcool pur pour ses clients. Pour cela, il lui fallait un alambic, posé sur un récipient en verre dans lequel un liquide est chauffé. La vapeur chaude se condense sur le verre du chapiteau, s’accumule dans la rigole et s’écoule par le col de cygne dans un récipient de récupération.
| Producteur/productrice / artiste | Margrit Wick Werder, Audioflair Tonstudio |
| Objet | Station audio |
| Titre | Ce qui arriva à un épicier |
| Datation | 1583 |

L’histoire repose sur différentes sources.
De nos jours, l’eau courante nous semble une évidence. Nous l’utilisons quotidiennement pour boire et pour nos soins corporels – c’est la base de notre santé.
À l’époque romaine, l’accès à l’eau était déjà très important. Des puits étaient généralement suffisants pour couvrir les besoins en eau à des fins privées et professionnelles, comme dans le quartier artisanal de Petinesca (Studen). Dans des villes comme Aventicum (Avenches) et Colonia Iulia Equestris (Nyon) en revanche, l’eau devait être amenée depuis des sources éloignées. Plus l’habitat est concentré et plus un bon système d’évacuation des eaux usées est essentiel pour prévenir les maladies et les épidémies. Des aqueducs et des réseaux de canalisations maçonnés étaient construits à cet effet, complétés par des conduites en plomb, en argile et en bois. Ils témoignent aujourd’hui encore de l’ingéniosité technique des Romains.
Leurs thermes nécessitaient notamment de grandes quantités d’eau. Généralement publiques, ces installations occupaient une place centrale dans la vie des Romaines et des Romains: l’on ne s’y rendait pas seulement pour se laver mais, comme de nos jours, il était également possible de se faire masser et huiler dans les thermes – des centres de bien-être, donc. Ces lieux permettaient aussi d’entretenir les contacts sociaux, commerciaux et politiques.
Entre 2014 et 2017, le Service archéologique du canton de Berne a mis au jour de tels vestiges à Port. Le film résume les résultats des recherches et fait revivre le complexe balnéaire.
| Objet | Bassin (labrum) |
| Lieu de découverte | Port |
| Datation | Époque romaine, 1er – 3e siècle apr. J.-C. |
| Matière | Pierre calcaire |
| Propriétaire | Service archéologique du canton de Berne |

| Objet | Robinet |
| Lieu de découverte | Studen-Petinesca |
| Datation | Époque romaine |
| Matière | Bronze |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |

Retrouvé dans les bains de Petinesca construits à proximité du relais routier, ce robinet en bronze alimentait à l’origine un bassin d’eau chaude. L’eau chaude et l’eau froide venaient de deux conduites séparées. Un levier, aujourd’hui disparu, permettait de réguler le flux et donc la température de l’eau.
| Objet | Fibules |
| Lieu de découverte | Port |
| Datation | Époque romaine, 1er – 3e siècle apr. J.-C. |
| Matière | Bronze |
| Propriétaire | Service archéologique du canton de Berne |

Agaçant pour les usagers de l’époque, révélateur pour la postérité: lorsque les baigneuses et baigneurs se changeaient dans les bains de Port, il leur arrivait d’égarer leurs fibules qui tombaient peut-être derrière un meuble ou entre les interstices du plancher en bois.
| Objet | Strigilis |
| Lieu de découverte | Provenant du Canal de la Thielle près de Port |
| Datation | Époque romaine |
| Matière | Bronze |
| Propriétaire | Musée d’Histoire de Berne |

Le strigile est un ustensile de toilette romain caractéristique: il servait à racler la peau pour la débarrasser de la sueur, de l’huile et des impuretés après les exercices physiques ou le bain de vapeur.
| Objet | Balsamaires |
| Lieu de découverte | Studen-Petinesca |
| Datation | Époque romaine, 1ère moitié du 1er siècle apr. J.-C. |
| Matière | Verre |
| Propriétaire | Archäologischer Dienst des Kantons Bern |

Les flacons en forme de goutte contenaient des onguents et des huiles pour les soins corporels, le bien-être ou un usage médical. Ils accompagnaient souvent les défunts dans l’au-delà, ainsi qu’en attestent les balsamaires exposés qui proviennent de la nécropole de Petinesca.
| Objet | Fragments de mosaïque |
| Lieu de découverte | Studen-Petinesca |
| Datation | Époque romaine |
| Matière | Pierre calcaire, mortier |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |

La culture des bains romains a donné naissance à une forme architecturale spécifique, les thermes, dont les règles fonctionnelles étaient bien précises. Les peintures murales et les mosaïques de sol en constituaient des caractéristiques omniprésentes. Les fragments de mosaïque exposés proviennent de la zone du relais routier et des bains de Petinesca.
| Objet | Communications d’eau |
| Lieu de découverte | Bellmund |
| Datation | Époque romaine |
| Matière | Argile cuite |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |

Cet élément mis au jour à Bellmund illustre parfaitement le mode de construction d’une conduite d’eau à partir de tuyaux: l’extrémité rétrécie d’un tuyau était insérée dans la large ouverture du tuyau suivant. La conduite d’eau était ainsi extensible à loisir.
| Producteur/productrice / artiste | August Valentin Jaeger |
| Objet | Peinture |
| Titre | Les baigneurs |
| Datation | Vers 1920 |
| Technique | Huile sur toile |
| Propriétaire | NMB Nouveau Musée Bienne |
